10 Anzeichen und Symptome dass dein Hund übermüdet oder erschöpft ist


Wie ich gewöhnlich sage: ein müder Hund ist ein glücklicher Hund. Aber zu müde kann für deinen Hund und die Menschen um ihn herum gefährlich sein. Deshalb ist es wirklich wichtig, die Anzeichen und Symptome zu kennen, und festzustellen, ob dein Hund übermüdet oder erschöpft ist.

Wenn dein kleiner Schatz müde und entspannt ist, dann ist das toll, dann kann er schlafen und du kannst auch etwas Ruhe genießen.

Aber du solltest auf jeden Fall wissen, wann du aufhören solltest. Denn wenn dein Hund nicht nur müde, sondern erschöpft ist, solltest du ihm etwas Zeit zum Ausruhen geben.

Es ist besonders wichtig, dass du deinen Hund bremst, denn die meisten Hunde können das nicht selbst, egal wie müde sie sind! Sie würden dir folgen, bis sie umkippen, das liegt einfach in ihrer Natur.

Wenn dein Hund noch ein Welpe ist, könnte er etwas andere Anzeichen von Übermüdung zeigen. Dieser Artikel erklärt die 10 Übermüdungssymptome bei Welpen und was du dagegen tun kannst.

Warum ist es wichtig, deine Hund zur Ruhe zu zwingen?

Übermäßige Aufregung

Hunde sind in vielerlei Hinsicht wie Kinder. Und das gilt besonders, wenn sie erschöpft sind.

Übermüdete Kinder werden oft hyperaktiv und mit Hunden verhält es sich genauso.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass dein Hund nach einer langen Wanderung oder einem Agility-Training besonders aufgeregt ist? In diesem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass er übermüdet ist.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich finde es super nervig, wenn Baloo übermäßig aufgeregt ist, also versuche ich alles, um das zu vermeiden!

Verlieren der Selbstkontrolle

Wenn dein Hund übermüdet oder erschöpft ist, könnte es auch passieren, dass er seine Selbstkontrolle verliert.

Du kennst das wahrscheinlich aus deinem eigenen Verhalten: Wenn du wirklich müde bist, bist du viel reizbarer.

Das kann dazu führen, dass du jemanden anschreist, neu weil er dich gefragt hat, wie es dir geht oder etwas Ähnliches.

Dasselbe gilt für deinen Hund. Er ist vielleicht der beste Hund für einen ganzen Tag Familienpicknick, aber abends beißt er ein Kind.

All der Lärm, die Aktivitäten und die Menschen machen die Hunde müde. Irgendwann müssen sie in der Lage sein, an einen ruhigen Ort zu gehen, um sich auszuruhen. Sonst verliert er eher die Selbstkontrolle, wenn Menschen sich auf eine Weise verhalten, die ihm nicht gefällt (besonders Kinder).

Gesundheitliche Aspeckte

Hunde, die nie gelernt haben, sich zu beruhigen, werden leichter an Gelenk- und Herzproblemen leiden. Ihr Körper ist nicht in der Lage, sich zu entspannen und wird daher Schwächen entwickeln.

Erschöpfung kann auch durch mentale oder emotionale Stimulation entstehen

Es ist sehr wichtig, sich vor Augen zu halten, dass geistige Aktivität deinen Hund genauso anstrengen kann, wie körperliche Bewegung. Deshalb könnte er nach einer Stunde Gehorsamstraining müder sein als nach einer ganztägigen Wanderung (oder zumindest genauso müde).

Ein weiterer sehr wichtiger Faktor, den du im Auge behalten solltest, ist die emotionale Stimulation.

Dies wird oft übersehen, weil der Hund nichts zu tun scheint, was aktiv ermüdend wäre. Aber eigentlich ist es für Hunde sehr anstrengend, wenn um sie herum viel los ist. Das ist am häufigsten bei Gelegenheiten der Fall, bei denen viele Menschen um ihn herum sind oder bei denen es viele Gerüche oder Geräusche gibt.

Und es gibt noch eine wichtige Sache: Wenn es deinem Hund zu heiss wurde, dann leidet er an Hitzeschäden. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Lese hier unbedingt über die Anzeichen von Hitzeerschöpfung bei Hunden.

Wie viel Schlaf braucht ein Hund?

Hunde schlafen sehr viel! 

Ein durchschnittlicher Hund sollte etwa 18 Stunden pro Tag (24 Stunden) schlafen.

Mit schlafen meine ich auch, sich zu entspannen, nur nicht aktiv zu tun. Die Zeit, in der sie sich tatsächlich im Tiefschlaf befinden, beträgt etwa 12 bis 14 Stunden pro Tag

Das mag nach viel klingen, aber wenn du darüber nachdenkst, bedeutet es, dass dein Hund bereit wäre, 6 Stunden pro Tag irgendeiner Art von Aktivität nachzugehen!

Für die meisten Hundebesitzer ist es unmöglich, ihrem Hund so viel Aktivität zu bieten. Wenn es also nur 4 Stunden pro Tag etwas Interessantes zu tun gibt, kann sich dein Hund während der verbleibenden 2 Stunden entspannen, wo er bereit wäre, aktiv zu sein.

Schlafen ist eine Art Standardmethode von Hunden, wenn sie nichts zu tun haben. Wenn dein Hund mindestens 4 Stunden pro Tag aktiv ist und manchmal etwas mehr, wie z.B. gelegentliche Camping- oder Wanderausflüge, dann sollte es ihm gut gehen.

Aktivitäten können Spaziergänge, Spielzeit, Essen/Trinken, Schnüffeln, Erkundungen, Knochenkauen usw. sein. Alles, wo er nicht nur herumliegt.

Die Menge an Schlaf, die ein Hund braucht, hängt auch von der Aktivität ab, die er während seiner wachen Stunden bekommt. Schnüffeln z.B. ist viel anstrengender als einfach nur laufen. Neue Gebiete bringen neue Gerüche mit sich und sind daher viel intensiver als bekannte Gebiete.

Welpen brauchen noch mehr Schlaf, 20+ Stunden sind völlig normal.

10 Anzeichen dafür, dass dein Hund übermüdet oder sogar erschöpft ist

1. Gähnen

Die meisten Leute würden wahrscheinlich sagen, das ist das Naheliegendste. Es kann zwar sicherlich bedeuten, dass der Hund müde ist, aber meistens bedeutet es etwas Anderes, wie Stress oder Unbehagen.

2. Er vergisst Befehle

Es ist manchmal schwierig zu erkennen, ob dein Hund nur versucht frech zu sein, oder ob er tatsächlich unfähig ist, deine Befehle auszuführen. Wenn er selbst die einfachsten Befehle ohne merkliche Ablenkung vergessen zu haben scheint, ist es sehr wahrscheinlich, dass er genug hat und eine Pause braucht.

3. Hyperaktiver Hund im Liegen

Das ist für mich ein ganz klares Zeichen, dass Baloo erschöpft ist!

Baloo legt sich in der Öffentlichkeit nie von alleine hin! Er hat immer das Gefühl, alles beobachten zu müssen. Wenn er sich also tatsächlich hinlegt, weiß ich, dass es für ihn Zeit für eine Pause ist.

Denn selbst wenn er liegt, wird er sich in der Öffentlichkeit nicht entspannen können, dafür gibt es für ihn einfach zu viele Reize.

4. Er hat “Hummeln im Hintern”.

Wenn dein Hund ständig rumwuselt, kann das 2 Dinge bedeuten: Entweder langweilt er sich und versucht, seine überschüssige Energie loszuwerden. Oder er ist hyperaktiv, weil er übermüdet ist.

Man muss dies im Zusammenhang mit dem betrachten, was vor seinem Hyperaktiv werden passiert ist. Wenn viel los war, ist das ein guter Indikator dafür, dass es für dein Fellbaby Zeit fürs Bett ist.

5. Er schnüffelt am Boden

Dies ist ein besonders deutliches Zeichen während des Trainingst, wie z.B. Agility.

Dein Hund ist normalerweise super motiviert und auf dich konzentriert. Aber manchmal scheint er einfach alle 5 Sekunden von Gerüchen abgelenkt zu werden, oder? Ja, dann ist er k.o! Er ist zu müde, um sich noch zu konzentrieren, und deshalb wird er abgelenkt.

6. Übermäßiges Hecheln und/ oder Lippenlecken

Dies sind einfache Zeichen des Unbehagens. Falls er diese Anzeichen zeigt, nachdem du mit ihm gearbeitet hast oder einen anstrengenden Tag hatte, kann das bedeuten, dass dein Hund übermüdet oder erschöpft ist.

7. Er verhält sich nicht wie er selbst

Achte einfach auf jegliche Anzeichen, die dir sagen, dass etwas anders ist.

In meinem Fall wäre es, wenn Baloo sich von allein hinlegt, das ist ein wirklich seltenes Szenario!

Andere Beispiele könnten sein, dass die Ohren des Hundes normalerweise oben sind und jetzt hängen sie herunter. Oder er spielt den Clown und wälzt sich herum. Dinge wie diese können darauf hinweisen, dass es Zeit für sein Hundebett ist.

8. Übermäßiger Durst

Aufregung oder körperliche Bewegung können zu übermäßigem Durst führen.

Dies kann auch durch die Leckerlis, die er bekommt, verursacht werden. Kauknochen machen einen Hund normalerweise auch sehr durstig.

Aber ist dir schon einmal aufgefallen, dass dein Hund viel mehr trinkt, wenn du Gäste eingeladen hast oder dich Freunde besuchen? Das liegt daran, dass die emotionale Aufregung ihn durstig macht. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass dein Hund sich irgendwann ausruhen muss.

9. Kein Interesse am Spielen

Ist dein Hund normalerweise sehr verspielt und liebt alles, was herumfliegt? Aber manchmal scheint er einfach nicht interessiert, oder? Auch das ist ein Zeichen dafür, dass es Zeit für ein Nickerchen ist. Gönne ihm etwas Ruhe und spiele in ein paar Stunden wieder.

10. Verstecken

Hunde, die nicht der soziale Typ sind, verstecken sich normalerweise, wenn es ihnen zu viel wird.

Dieses Verhalten wird besonders bei emotionalen Reizen sichtbar, z.B. wenn du Freunde zu Besuch hast.

Dies ist ein sehr deutliches Zeichen und sehr leicht zu lesen.

Es ist jedoch nicht gerade ein typisches Hundeverhalten. Die meisten Hunde werden einige der anderen Zeichen zeigen, die nicht so offensichtlich sind. Wenn er sich irgendwo versteckt, lass ihn dort und lass ihn sich entspannen, bis er sich bereit für ein wenig Sozialisierung fühlt.

Für hyperaktive Hunde: Ziehe eine Box in Betracht

Boxen-Training ist ein super hilfreiches “Werkzeug” bei der Hundeausbildung. Am besten fängst du damit an, es zu üben, wenn dein Hund noch ein Welpe ist. Aber auch später kann er das noch lernen.

Es ist besonders nützlich für hyperaktive Hunde, denen es schwerfällt, sich selbst zu beruhigen. Für sie ist es am besten, sie in ihrer Hundebox in einem ruhigen Raum unterzubringen. Für einen erregbaren Hund ist es dort viel einfacher, sich zu entspannen, als wenn er nur in sein Bett im Wohnzimmer geht, wo um ihn herum noch viel los ist.

Hier ist eine Box, die mir sehr gut gefällt. Früher haben Hunde in Höhlen gelebt. Deshalb lieben sie es, an Orten zu schlafen, die Höhlen ähneln. Dieses gemütliche Höhlengefühl kann man mit einer Schlafbox nachstellen, die eine Abdeckung hat, wie diese hier. Dies wird deinem Hund noch mehr helfen, sich zu entspannen und zu beruhigen, wenn er entweder gerade übermüdet oder erschöpft ist.

Kursempfehlung

Als frischgebackene Hundeeltern möchten wir natürlich, dass sich unsere Hunde gut entwickeln und auch gut erzogen sind. Ohne gewissenhaftes Training, ist das allerdings kaum machbar.

Du kannst also entweder einen professionellen Hundetrainer engagieren, um deinen Hund zu erziehen oder in eine Hundeschule in deiner Nähe gehen. Beides ist aber sehr zeitaufwändig und auf Dauer ziemlich teuer.

Ich bin deshalb ein grosser Fan dieses Online-Hundekurses von der renommierten Hundetrainerin Johanna Esser. Dort lernst du in 12 ausführlichen Modulen alles von den Basics der Hundeerziehung, über einen perfekten Rückruf, bis hin zum Anti-Jagd-Training. Diese 69.- EUR sind definitiv gut angelegt.

Anzeichen dafür, dass es gefährlich wird

Wenn dein Hund ohne besonderen Grund müde oder lethargisch zu sein scheint, solltest du auf Anzeichen achten, die darauf hinweisen, dass er ein medizinisches Problem haben könnte.

Wenn dein Hund länger als 1 oder 2 Tage müde oder lethargisch ist, könnte mit ihm etwas nicht in Ordnung sein. Ein sehr offensichtliches Zeichen ist, wenn er nicht auf die Dinge reagiert, die er normalerweise mag. Das kann sein Lieblingsspielzeug sein, sein geliebtes Futter oder du rufst ihn zum Spazierengehen.

Gründe dafür können Infektionen, Schmerzen, Arthritis oder sogar Krebs sein. Haustier-News listet alle möglichen Gründe auf.

Gut, was haben wir also gelernt? Ja, ein müder Hund ist ein glücklicher Hund! Ein übermüdeter oder erschöpfter Hund ist es nicht!

Lerne seine Körpersprache zu lesen und stoppe ihn, wenn du merkst, dass dein Hund übermüdet oder erschöpft ist.

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