Was tun, wenn dein Welpe zu wild ist? – 13 Tipps, die helfen


Hast du dir erst kürzlich einen Welpen gekauft und bist im Moment der glücklichste Mensch auf der Welt? Herzlichen Glückwunsch! Das ist eine besondere Zeit in deinem eigenen Leben und im Leben deines Welpen! Allerdings gibt es diese eine Sache, die dich stört, nicht wahr? Dein kleines Hündchen scheint grenzenlose Energie zu haben. Was tun, wenn dein Welpe zu wild ist?

Nun, das war definitiv eine Frage, die ich mir schon unzählige Male gestellt habe, als ich meinen Miniatur-Pudel zum ersten Mal nach Hause geholt habe.

Er hatte wahnsinnig viel Energie. Und ich war so verwirrt, weil ich wusste, dass Welpen in jungen Jahren nicht zu viel körperliche Bewegung bekommen sollten. Ich wollte einfach nur, dass er endlich mehr schläft, damit ich mein Leben zurückhaben konnte!

Also, wenn dir das bekannt vorkommt, ich verstehe dich total!

Deshalb habe ich diesen Leitfaden zusammengestellt, in dem du lernst, wie du einen Welpen ermüden kannst, ohne seine Gesundheit zu schädigen.

Warum hat mein Welpe so viel Energie?

Dein Welpe ist unglaublich süss! Diese Augen, diese Ohren, diese Pfoten, die einfach ein bisschen zu gross für seinen Körper sind! Es ist schwer, die Augen von ihm zu lassen – und das ist auch gut so, denn dein Welpe hat viel Energie und du muss ihm helfen, diese zu verbrennen.

Aber warum ist mein Welpe immer so wild – um nicht zu sagen zu wild? Wie kann all diese Aktivität von etwas so Kleinem kommen?

Es hängt alles davon ab, wie neu die Welt für deinen Welpen ist. Er ist neugierig und lernt gerade, wie er seinen Körper richtig nutzen kann. Er fängt an, die Welt jenseits dessen zu erleben, was er mit seiner Mama und seinen Wurfgeschwistern erlebt hat. Und alles da draussen zu erforschen ist einfach so aufregend!

Die gute Nachricht ist, dass dein Welpe, wenn er gross ist, anfangen wird, sich etwas ruhiger in der Welt zu bewegen. Aber bis dahin gibt es ein paar Möglichkeiten, wie du mit deinem Welpen arbeiten kannst, um ihn zu ermüden.

Wie viel Bewegung braucht ein Welpe?

Da dein Welpe so voller Energie ist, kannst du davon ausgehen, dass er jeden Tag viel Bewegung braucht.

Wenn dein Welpe jedoch zu viel „Sport treibt“, kann das seiner Gesundheit wirklich schaden. Deinen Welpen zu ermüden, damit er sich entspannt, ist eine Sache. Aber wenn du ihn überanstrengst und er übermüdet wird, kann das zu Gesundheitsproblemen in der Zukunft führen, wie zum Beispiel frühzeitige Arthritis. Es kann sogar sein gesamtes Wachstum behindern.

Wenn das der Fall ist, wie viel Bewegung solltest du deinem Welpen dann geben? Zum Glück gibt es eine gute Faustregel. Nimm, sein Alter in Monaten und multipliziere das mit 5, so viele Minuten Bewegung sollte er auf einmal bis zu zweimal am Tag bekommen!

Wenn dein Welpe zum Beispiel vier Monate alt ist, dann braucht er 20 Minuten Bewegung auf einmal (zwei- oder maximal dreimal am Tag). Wenn er fünf Monate alt ist, braucht er 25 Minuten.

Halte dich weiterhin an diese Faustregel, bis dein Hund ausgewachsen ist, etwa 12 bis 18 Monate alt.

Wie viel sollte ein Welpe schlafen?

Auch wenn dein Welpe vielleicht einen grossen Teil des Tages mit Erkundungen und voller scheinbar endloser Energie verbringt, Tatsache ist, dass Welpen sehr viel schlafen. Im Schlaf verarbeitet ihr Gehirn alle Informationen, die sie während ihrer Wachstunden erhalten haben – und Welpen erhalten viele Informationen.

Du kannst davon ausgehen, dass dein Welpe während des 24-Stunden-Tageszyklus etwa 18 bis 20 Stunden schläft. Wenn dein Welpe also einen grossen Teil des Tages mit Schlafen verbringt, mach dir keine Sorgen! Das ist völlig normal und sehr gesund.

Übermüdete Welpen Symptome

Bitte beachte: Viel Energie ist nicht immer ein Zeichen dafür, dass dein Welpe hellwach und fit ist. Wenn dein kleiner Welpe mal wieder viel zu wild ist, dann kann das tatsächlich ein Zeichen dafür sein, dass dein Welpe übermüdet ist.

Es gibt Symptome dafür, dass dein Welpe ein bisschen zu übermüdet ist. Beissen, Hecheln, Lippenlecken, übermässiger Durst und plötzliches Bellen sind alles Anzeichen dafür, dass es an der Zeit ist, dass sich dein Welpe beruhigt und ausruht.

Aber es ist ziemlich schwet, einen übermüdeten Welpen zu beruhigen. Er ist erschöpft, aber es geht viel zu viel Adrenalin durch ihn durch. Für einige wertvolle Tipps, wie man einen übermässig aufgeregten Hund beruhigen kann, schau dir diesen Artikel zu diesem Thema an.

13 Wege, einen Welpen zu ermüden

Nun, für die Welpen, die nicht übermüdet sind und wirklich nur etwas überschüssige Energie loswerden wollen, hier sind ein paar Tipps, wie man einen Welpen müde machen kann.

1. Bring ihm bei, sich zu beruhigen

Obwohl Bewegung die beste Art und Weise ist, um die Energie eines Hundes abzubauen, kann es passieren, dass du deinem Fido den ganzen Tag schon richtig aktion bereitet hast, und er beruhigt sich immer noch nicht.

In diesem Fall gibt es Möglichkeiten, deinem Hund beizubringen, ruhig zu sein.

Mit Methoden der positiven Verstärkung kannst du deinem Hund beibringen, sich zu beruhigen. Im Wesentlichen tust du das, indem du ihn ignorierst, wenn er sehr wild oder energisch ist, und ihn belohnst, wenn er sich beruhigt hat.

2. Lass ihn bei Spaziergängen schnüffeln

Nebst der körperlichen Betätigung braucht dein Welpe auch Gehirntraining! Eine der besten Möglichkeiten, deinem Hund zu helfen, seinen Verstand zu trainieren, ist durch Schnüffeln.

Der Geruchssinn eines Hundes ist unglaublich stark. Während du mit deinem Hund spazieren gehst, riecht er alle möglichen Dinge, von denen du keine Ahnung hast! Und während er schnüffelt, arbeitet sein Gehirn und versucht herauszufinden, was all diese Gerüche bedeuten.

Also, wenn du das nächste Mal mit deinem Hund Gassi gehst, lass ihn sein Gehirn durch Schnüffeln arbeiten. Es ist völlig in Ordnung, für ein oder zwei Minuten anzuhalten, damit dein Hund seine Nase und seinen Verstand arbeiten lassen kann und es kann wahre Wunder bewirken, wenn dein Welpe mal wieder zu wild ist.

3. Verschiedene Routen gehen

Wir alle wissen, wie langweilig es ist, jeden Tag das Gleiche zu tun. Dasselbe gilt auch für deinen Hund! Wenn ihr auf euren Spaziergängen immer die gleichen Routen geht, weiss er, was ihn erwartet, und das kann langweilig sein.

Versuche stattdessen, neue Wege zu gehen, wenigstens ab und zu. Dein Hund wird in der Lage sein, neue Dinge zu erschnüffeln, was sein Gehirn und seine Beine in Bewegung setzt. Ausserdem wird es auch für dich neue Sachen zu entdecken geben!

4. Hol dir eine lange Leine

Lange Leinen sind grossartige Werkzeuge für das Training – und um Energie loszuwerden!

Sie ermöglichen es dir und deinem Welpen, etwas Abstand voneinander zu gewinnen und trotzdem die Kontrolle über die Situation zu behalten. Bestelle deine Leinen bei Amazon, bevor du in den nächsten Park gehst. Dein Welpe wird herumrennen können, aber du kannst ihn immer noch zügeln, wenn es nötig ist!

5. Füttere sein Futter mit Futterrätseln

Das ist etwas, das das Gehirn deines Welpen zum Laufen bringt und ihn beschäftigt. Es gibt eine Menge Futterrätsel, die du für deinen Welpen kaufen kannst.

Diese Rätsel sind aus zwei Gründen grossartig: Zum einen zwingen sie deinen Hund zum Nachdenken, was ihn mental ermüdet.

Der zweite Grund ist, dass sie deinen Hund bremsen, wenn er frisst. Blähungen sind ein medizinischer Zustand, der oft zum Teil durch zu schnelles Fressen ausgelöst wird.

6. Einfrieren eines Kong-Spielzeugs

Versuche Leckerlis oder Erdnussbutter in ein Kong-Spielzeug zu tun und friere es ein. Dein Welpe wird einige Zeit damit beschäftigt sein, sein gefrorenes Leckerli herauszubekommen, und du hast eine Zeit lang deine Ruhe!

7. Denk-Spiele spielen

Das ist etwas, das sowohl dir, als auch deinem Welpen Spass machen wird!

Denkspiele können das “Welche Hand”-Spiel beinhalten. Du kannst es spielen, indem du deinem Hund ein Leckerli zeigst und es dann in eine Hand legst.

Schliesse deine beiden Hände und halte sie vor deinen Welpen und frage “Welche Hand? Wenn dein Welpe die richtige Hand auswählt, bekommt er das Leckerli! Wenn er die falsche auswählt, dann kannst du es noch einmal spielen!

Für mehr Inspiration schau dir diese 21 lustigen Dinge an, die du mit deinem Hund zu Hause machen kannst.

Das Coole an Denkspielen ist, dass du deinen Hund damit sogar trainieren kannst. Wenn du diese Spiele regelmässig spielst, wird dein Hund klüger, das Training wird so viel einfacher und ja, auf längere Sicht hilft es auch dabei, dass dein Welpe weniger wild ist.

8. Ein Fang-Spielzeug

Kennst du diese Katzenspielzeuge, die aus einer Stange bestehen, an deren einem Ende eine Schnur befestigt ist, und einem kleinen Spielzeug, das an der Schnur befestigt ist?

Du kannst auch eins für Hunde herstellen oder kaufen! Sie sind auch eine fantastische Art und Weise, deinen Hund zu ermüden – ohne dass du selber müde wirst!

9. Organisiere ein Welpen-Spieltreffen

Sozialisierung von klein auf ist sehr wichtig für deinen Welpen. Das Spielen mit anderen Welpen ist auch eine gute Möglichkeit für alle, Energie zu verbrennen!

Wenn du Freunde mit Welpen hast, ruf sie an und plane dein nächstes Welpenspieltreffen – das hat den zusätzlichen Vorteil, dass es der süsseste Tag aller Zeiten wird.

10. Neue Befehle lehren

Wenn körperliche Aktivität kein Problem für dich und deinen Welpen ist, aber das Gehirntraining noch etwas ausbaufähig ist, dann versuche ihm ein paar neue Tricks beizubringen.

Es wird sowohl Spass machen als auch lohnend für dich und deinen Welpen sein. Als Bonus kannst du deine Freunde und Familie mit all den Befehlen beeindrucken, die dein Welpe kennt!

Es ist eigentlich ganz einfach und viel billiger, deinem Hund selber alle Tricks beizubringen. Schau dir diese 10 Tipps an, wie du deinen Hund zu Hause erfolgreich trainieren kannst, um mehr zu lernen.

11. Verstecken spielen

Verstecken ist ein Spiel, das sowohl Hunden als auch Menschen grossen Spass macht. Als erstes solltest du deinen Hund dazu bringen, sich hinzusetzen und zu bleiben. Dann kannst du einen Platz zum Verstecken finden. Sobald du dich versteckt hast, ruf deinen Hund. Er wird versuchen, nach dir zu suchen, und wenn er dich findet, solltest du ihn belohnen!

Hier ist eine Inspiration:

12. Lass ihn nach Essen schnüffeln

Es gibt ein paar Möglichkeiten, wie du diesen Tipp ausprobieren kannst. Eine ist, ihm eine Schnüffelmatte zu besorgen, in der du Leckerlis verstecken kannst. Du kannst sein Fressen auch im Haus oder draussen verteilen. Dadurch wird er gezwungen, seine Nase zu benutzen, um sein Fressen zu erschnüffeln! Dein Welpe wird nicht mehr wild in der Gegend umhergehen, sondern seine Aufgabe lösen wollen.

13. Gib ihm einen Kauknochen

Wenn du deinem Welpen etwas zum Kauen gibst, dann ist sein Maul mit etwas anderem beschäftigt, als mit deinen Möbeln oder Schuhen.

Es wird ihn auch für eine Weile beschäftigen, was bedeutet, dass du etwas Zeit für dich selbst hast.

Kursempfehlung

Jeder frischgebackene Welpenbesitzer wünscht sich, dass sich sein Hund bestmöglich entwickelt. Doch einen Welpen “auf eigene Faust” zu erziehen, kann manchmal ganz schon anstrengend sein. Die Startrampe für Welpen von der Tierärztin Celina del Amo ist ein vielseitiger Videokurs bestehend aus 13 Modulen und über 90 Video-Lektionen.

Hundehalter wünschen sich Unterstützung, mit der sie etwas anfangen können. Der Online-Videokurs punktet durch seine Praxisnähe. Die Kursinhalte sind nicht gestellt, sondern es handelt sich um echte Trainingszenen aus einem Welpenkurs. Im Kurs werden auch Trainingsfehler und Probleme wie beispielsweise Scheueverhalten thematisiert und jeweils direkt die Lösungsansätze präsentiert. 

Wichtig: Während der Coronazeit wird der Kurs zum Rabattpreis von 49,- EUR (statt 130 EUR) angeboten. Dieses Sonderangebot kannst du mit einem Gutscheincode nutzen, der auf der Website aufgeführt ist.

Schlussfolgerung

Ein Welpe in deinem Leben ist sowohl liebenswert als auch aufregend.

Aber so viel Welpen auch schlafen, in ihren wachen Momenten können sie ein bisschen anstrengend sein!

Wenn du findest, dass dein kleiner Welpe mal wieder etwas zu wild ist, und du ihn ermüden möchtest, denk daran, ihn nicht zu überanstrengen. Berücksichtige sowohl die körperliche als auch die geistige Energie deines Welpen und achte darauf, dass du verschiedene körperliche Aktivitäten und Denkspiele nutzt. Das wird deinem Welpen helfen, sich zu beruhigen, und du wirst Aktivitäten finden, die sowohl dir als auch deinem Welpen Spass machen werden!

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